Magen-Darm-Ärzte - Verbandsvorstand im Amt bestätigt
Magen-Darm-Ärzte - Verbandsvorstand im Amt bestätigt
Magen-Darm-Ärzte - Verbandsvorstand im Amt bestätigt
„Wir rufen die Abgeordneten des Deutschen Bundestages auf, Ihrer Verantwortung gerecht zu werden“, erklärt der bng-Verbandsvorsitztende Dr. Ulrich Tappe. „Sorgen Sie dafür, dass im laufenden Gesetzgebungsverfahren die Empfehlungen der Finanzkommission Gesundheit zur Finanzierung der Gesundheitskosten von Bürgergeldempfängern ohne Abstriche berücksichtigt werden.“
„Als niedergelassene Magen-Darm-Ärzte haben wir den Eindruck, dass der Fokus zur Bewältigung der Probleme in unserem Gesundheitswesen falsch ausgerichtet ist“, sagt Dr. Ulrich Tappe. „Die Frage muss aus unserer Sicht lauten: Wie können wir den veränderten Bedarf mit den verfügbaren Mitteln am besten organisieren. Wer nur den Rotstift zückt, schafft mehr neue Probleme als vorhandene zu lösen.“
Ein Motor muss befeuert werden, damit er läuft. So ist es auch im Gesundheitswesen. Wenn man beim Treibstoff spart, fällt die Leistung ab. Wer nicht kostendeckend vergütet, nimmt offenen Auges Abstriche in Kauf. Das ist die einfache Wahrheit und die sollte die Politik auch beim Namen nennen.
„Ärztinnen und Ärzte sind ihren Patientinnen und Patienten verpflichtet“ sagt bng-Vorstand Dr. Ulrich Tappe. „Zugleich gilt: In einer sozialen Marktwirtschaft beeinflussen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen das Angebot. Wenn finanzielle Begrenzungen politisch gewollt sind, sollte auch transparent gemacht werden, welche Auswirkungen dies auf die Versorgung haben wird.“
Mehr altersbedingte Erkrankungen sind die Kehrseite der erfreulichen Tatsache, dass immer mehr Menschen ein hohes Lebensalter erreichen. Neu auftretende metabolische Erkrankungen sind die Folge veränderter Lebensgewohnheiten in der modernen Gesellschaft. Beides führt zu neuem Versorgungbedarf, der von den Akteuren im Gesundheitssystem auch künftig gedeckt werden muss.
Vor einem Jahr ist das Alter, ab dem Frauen einen Anspruch auf eine Vorsorge Darmspieglung haben, auf 50 Jahre herabgesetzt worden. Der Gesetzgeber ist damit einer EU-Vorgabe gefolgt, die geschlechtsspezifische Einschränkungen bei der Vorsorge verbietet.
Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat ermittelt, dass Medizinische Fachangestellte (MFA) 2025 bei Frauen der beliebteste Ausbildungsberuf war. „Wir freuen uns insbesondere, dass das Interesse auch bei Männern zunimmt“, erklärt bng-Sprecherin Dr. Petra Jessen. „Die BIBB-Statistik weist für 2025 den stärksten Zuwachs unter den beliebten Berufsbildern auf.“
„Die Entwicklung in den USA kann nicht auf Deutschland übertragen werden. Es gibt bei uns keine Darmkrebs-Pandemie in der jungen Generation“, berichtet der Darmkrebsexperte der Stiftung Lebensblicke und ehemalige Vorsitzende des Berufsverbandes der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte (bng), Dr. Dietrich Hüppe.
Sicherstellung und Bezahlbarkeit der Gesundheitsversorgung haben oberste Priorität bei Bundesgesundheitsministerin Nina Warken. Die jährlichen Behandlungszahlen und die Ausgabenquote belegen, dass sie zu Recht auf ambulante Strukturen setzt. „Das wird aber nur funktionieren“, so bng-Vorstand Dr. Ulrich Tappe, „wenn die Versorgungsstrukturen bedarfsgerecht ausgestaltet und ausgestattet werden.“
Laut Statistischem Bundesamt arbeiten Ärzte rund sechs Stunden pro Woche mehr als andere Arbeitnehmer. Trotzdem sind Termine beim Facharzt Mangelware. Wie kann das sein? Die Antwort ist einfach: Unzeitgemäße Regelungen im System bremsen eine sachgerechte Versorgung der Bevölkerung aus.
„Darmkrebs kann verhindert werden. Diese Botschaft spricht sich immer mehr herum und schlägt sich darin nieder, dass immer mehr Menschen das Angebot einer Vorsorge-Darmspiegelung in Anspruch nehmen“, erklärt die Sprecherin der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte, Dr. Petra Jessen anlässlich des anstehenden Darmkrebsmonats 2026.
„Eine pauschale Kürzung oder gar Streichung vergleichbarer Verfahren würde alle künftigen Entwicklungsmöglichkeiten für das Wohl der Patienten erheblich blockieren“, erklärt bng-Vorstand Dr. Ulrich Tappe. „Nicht sachgerechte Anwendungen dürfen nicht zur pauschalen Diskreditierung von medizinisch wertvollen Verfahren führen.“
Spezialisten für Lebererkrankungen warnen: Die alternde Gesellschaft, Lebensstilbesonderheiten und die epidemische Ausbreitung von Stoffwechselerkrankungen rücken Lebererkrankungen in ein neues Licht. Neue Risiken mit gravierenden Folgen für die Lebergesundheit werden zu einem immer relevanteren Problem der Gesundheitsversorgung in Deutschland. Darauf sind wir schlecht vorbereitet.
Die Krankenkassen sorgen sich um die Qualifikation von Ärzten für die flächendeckende Einrichtung von Integrierten Notfallzentren. Als Spezialisten für Verdauungskrankheiten eignen sich niedergelassene Magen-Darm-Ärzte als Kooperationspartner. Qualitätsbedenken wären damit vom Tisch. Kooperation funktioniert aber nur auf Augenhöhe. Erbrachte Leistungen müssen auch entsprechend vergütet werden.
Man sollte meinen, dass Vereinheitlichung, Vereinfachung und Digitalisierung in der heutigen Zeit Selbstverständlichkeiten sind. Nicht so im Gesundheitswesen. Bürokratische Handarbeit blockiert die Versorgungsstrukturen. Ärzte und ihr Personal müssen Berge von Verwaltungs- und Dokumentationsanforderungen bewältigen. Das bindet Unmengen an Zeit, die für die Betreuung von Patienten verloren geht.
„Wir begrüßen, dass die Politik nicht nachlässt zu betonen, dass Umstrukturierungen in Richtung einer kosteneffizienteren ambulanten Versorgung mit einer Stärkung der Arztpraxen einhergehen muss“, erklärt bng-Chef Dr. Ulrich Tappe. „Wir nehmen die Politik beim Wort und erwarten, dass nicht nur geredet wird, sondern dass die dafür erforderlichen Strukturen auch mit Weitsicht organisiert werden.“
Während das Gesundheitswesen insgesamt immer mehr an Vertrauen einbüßt, genießt die Ärzteschaft bei den Patienten nach wie vor hohes Ansehen. Einer vor Weihnachten veröffentlichten Forsa-Erhebung von „stern“, RTL und ntv zufolge stehen sie auf der Vertrauensskala öffentlicher Institutionen auf Platz eins, noch vor der Polizei, die auf Platz zwei folgt.
Der neue Bericht des Robert Koch-Instituts über die Krebserkrankungen in Deutschland bis 2023 liegt vor. Die Krebssterberaten sind weiterhin rückläufig und in den letzten 25 Jahren um 21 % bei Frauen und um 31 % bei Männern gesunken. Die stärksten Rückgänge werden bei Magenkrebs und bei Darmkrebs verzeichnet.
Allein in Baden-Württemberg sind nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung in den vergangenen zehn Jahren rund 1,78 Mrd. Euro für erbrachte Leistungen von den Krankenkassen nicht vergütet worden. „Dass zusätzliche Streichungen die Lage nicht verbessern“, konstatiert Dr. Ulrich Tappe vom Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte (bng), „müsste jedem klar sein.“