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Quo vadis Gesundheitspolitik?
Quo vadis Gesundheitspolitik?

Pressemitteilung -

Falsche Propheten - In der Krise gilt es, Bewährtes zu stärken

Anlässlich des Deutschen Ärztetages in Mainz hat der Spitzenverband der niedergelassenen Fachärzte (SpiFa) eindringlich vor dem Versorgungsnotstand gewarnt, der uns allen droht, wenn die fachärztliche Versorgung in Deutschland wegbrechen sollte. „Niemand sollte sich etwas vormachen“, kommentiert der Verbandschef der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte, Dr. Ulrich Tappe, „ohne Fachärzte, die sich um die vielen chronisch erkrankten Menschen in diesem Land kümmern, die den größten Teil der ambulanten Behandlungen erledigen und darüber hinaus das große Spektrum der Vorsorgeleistungen übernehmen, wird es auch in Zukunft nicht gehen!“

Das Gesundheitswesen steht vor immensen Herausforderungen. Wir müssen die medizinische Versorgung unserer Bevölkerung auf den demographischen Wandel einstellen. Das betrifft sowohl die Ausbildung der dringend benötigten ärztlichen, medizinisch-technischen und pflegerischen Fachkräfte als auch die mit der Altersverschiebung einhergehende Veränderung der gesundheitlichen Probleme.

Je mehr ältere Menschen, desto mehr Krebserkrankungen und umso wichtiger die Vorsorge: Wer kann denn beispielsweise besser als die niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte mit der Vorsorge-Darmspiegelung dazu beitragen, die Anzahl der Krebserkrankungen gering zu halten? Der Vormarsch neuer Volkskrankheiten wie der steatotischen Lebererkrankung ist absehbar. Wie soll der heranrollenden Welle solcher Stoffwechselkrankheiten ohne niedergelassene Magen-Darm-Ärzte Paroli geboten werden? Was soll mit den chronisch erkrankten Patientinnen und Patienten geschehen, wenn nicht mehr Fachärzte wie die niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte dafür Sorge tragen, dass ihre Krankheitsverläufe in einem beherrschbaren Rahmen bleiben?

„Es kann doch angesichts solcher Perspektiven nicht darum gehen, bewährte Strukturen wie die fachärztliche Versorgung in Deutschland zu diskreditieren und zu demontieren“, warnt Dr. Tappe. „Das einzig sinnvolle Rezept zur Bewältigung der anstehenden Probleme ist der Ausbau und die Stärkung der fachärztlichen ambulanten Versorgung. Wer das nicht erkennt, der unterschätzt die Lage gewaltig!“

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Der Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen Deutschlands e. V. (bng) ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Ulm, in dem sich mit fast 1.300 Mitgliedern mehr als 90 Prozent der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte (Gastroenterologen) bzw. fachärztlich tätigen Internisten mit dem Schwerpunkt Erkrankungen des Verdauungssystems (Gastroenterologie) in Deutschland zusammengeschlossen haben, um ihre beruflichen und berufspolitischen Interessen zu organisieren.

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Dr. Petra Jessen

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Dr. Holger Böhm

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